Liebe Freundinnen und Freunde,

ich habe lange nichts mehr gepostet und einige Freunde haben nachgefragt, ob denn auch alles in Ordnung sei mit mir.
Ich habe mir eine Auszeit gegönnt. Vom Netz, von den Nachrichten – eine Auszeit um wieder zu lesen und unter dem hohen und stets lichtdurchfluteten toskanischen Himmel in mich zu gehen.
Ich habe Eugen Drewermanns neues Buch über“ Kapitalismus und Christentum“ im Gepäck (ein Muss!!!) ebenso wie Selma Meerbaum -Eisingers zu Tränen rührende Gedichte. (Die jüdische Dichterin wurde 18-jährig von den Nazis umgebracht.) Ein spannendes Buch von Bruce H. Lipton „Spontane Evolution“, das mir Jo geschenkt hatte zum Tourende hab ich dabei und natürlich beide Bücher meines derzeitigen Lieblingsphilosophen Franco Bifo Berardi: „Aufstand“ und „Helden“.
Ab Mitte September gehts wieder los mit Solo-Konzerten und wir machen auch wieder weiter mit unserer Revolution. Und wenn ich den Tourplan so betrachte wird es eine Oktober-Revolution werden:)
Bald werd ich mich auch sicher wieder einmischen ins Geschehen und bis dahin wünsche ich uns einen verzauberten ausklingenden Sommer und „Herbst im Sommergewand“:

Oliven im Lichterwirbel,
unersättliches Blau,
Hügel, sanft sich verbeugend.
Rosen. Allerleirauh.

Schwirrende, flirrende Gäste,
Thymian und Wein.
Falter feiern Feste.
Südwinde laden sie ein.

Es sind die letzten Stunden,
Herbst im Sommergewand.
Keine Zeit zum Gesunden.
Sensen ziehn übers Land.

Bald wirst du dich verweben
mit Winter, Tod und Eis.
Doch für gelebtes Leben
braucht’s keinen Beweis.

Konstantin Wecker

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Ein Gedanke zu “Liebe Freundinnen und Freunde,

  1. Ein sinnliches Herbstgedicht. Es klingt wie eine sehnsuchtsvoller Klang, einer berührenden Verbindung zwischen Natur, Leben und Vergänglichkeit gleich, wie die Waage zwischen dem Nachspüren des ausklingenden Sommers und dem sich in der Ferne zart ankündigenden Herbst.
    Es ist ein Gedicht, das an unwillkürlich an Gottfried Benn erinnern lässt: Astern.
    Wie der Sommer sich dem Herbst neigen wird, so werden die Farben der Natur, des Waldes und der Bäume in warmen Tönen neu erwachsen und zu leuchten beginnen.
    „Die Götter halten die Waage noch eine zögernde Stunde an“ (Astern- Gottfried Benn)
    Natur und das Bewusstsein dessen bewahren Leben und lassen aus Vergänglichem Neues entstehen.

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